Category Archives: Urteil des Monats

Müssen Vermieter bei Eigenbedarf auf die gekündigte Wohnung angewiesen sein?

    Urteil des Bundesgerichtshofs vom Urteil vom 24.09.2025 – VIII ZR 289/23   Darf ein Vermieter seinem Mieter auch dann wegen Eigenbedarf kündigen, wenn er nicht auf die Wohnung des Mieters angewiesen ist? Mit dieser Frage hatte sich der Bundesgerichtshof (BGH) zu beschäftigen, nachdem ein Berliner Amtsgericht der Klage eines Vermieters zunächst stattgegeben hatte, das Landgericht

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    Eigenbedarf nicht ausreichend begründet – Kündigung gescheitert!

      Urteil des LG Heilbronn v. 30.10.25, Az. 3 S 12/256   Wohnraum wird immer knapper. Das hat auch Auswirkungen auf die Kündigung wegen Eigenbedarf. Vermieter, die ihre Wohnung zu eigenen Zwecken benötigen, müssen diesen Wunsch im Einzelnen darlegen und gerichtsfest begründen. Wer das nicht tut, der läuft Gefahr vor Gericht zu scheitern. Diese bittere Erfahrung

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      Eigentümer fotografiert Miteigentümerin ohne Erlaubnis – darf er das?

        Urteil des LG Itzehoe vom 18.3.25, Az. 1 23/24   Stellen Sie sich vor, Sie halten sich auf dem gemeinschaftlichen Teil einer Wohnanlage auf und bemerken, dass Sie von einem Miteigentümer fotografiert werden. Damit sind Sie verständlicherweise nicht einverstanden. Das Landgericht Itzehoe hatte darüber entschieden, wann man sich gegen solche ungefragten Fotoaufnahmen zur Wehr setzen

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        Einschreiben / Rückschein – geht man da „auf Nummer sicher“?

          Urteil des AG Berlin-Köpenick vom 13.02.24, Az. 3 C 243/23   Die „Nebenkostenabrechnung“ ist ein alljährliches Thema für Mieter und Vermieter. Das ist die gesetzliche Vorgabe: Jedes Jahr müssen die angefallenen Kosten für die Nutzung der Wohnungen und des Gebäudes auf die einzelnen Mieter umgelegt werden. Die Abrechnung muss den Mietern rechtzeitig und korrekt zugestellt

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          Hausordnung selbst gebastelt? Das ist gefährlich….

            Urteil des AG Hamburg vom 02.08.24, Az. 21 C 402/23 Manche Vermieter meinen es gut, machen es aber nicht gut. Ein Hamburger Vermieter wollte es allen recht machen und forderte in seiner Hausordnung die Einhaltung von „unbedingter Ruhe“ in den Zeiten von 13 bis 15 Uhr und von 21 bis 7 Uhr, sowie an Sonn

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            Miet/Kaufinteressenten vergrault – Kündigung gerechtfertigt?

              Urteil des Landgerichts Wuppertal -Urteil vom 30.04.2020 – 9 S 208/19 Kann die Kündigung eines Mietverhältnisses wegen Vergraulens von Mietinteressenten gerechtfertigt sein? Mit einem solchen Sachverhalt hatte sich das Landgericht Wuppertal zu befassen.   Das war geschehen Die 74-jährige Mieterin einer Wohnung in einem Zweifamilienhaus, das sie seit über 30 Jahren bewohnte, äußerte sich anlässlich

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              Nächtliches Staubsaugen und Möbelrücken – Fristlose Kündigung gerechtfertigt?

                AG Hamburg – Urteil vom 11.2.2025 – Az. 21 C 344/24   Rechtfertigt eine fortgesetzte nächtliche Lärmverursachung wie Staubsaugen und Möbelrücken eine fristlose Kündigung? Mit diesem Sachverhalt hatte sich das Amtsgericht Hamburg im Februar 2025 zu befassen. Ein Vermieter hatte seiner Mieterin wegen wiederholter nächtlicher Ruhestörung fristlos gekündigt. Die Mieterin hatte es sich zur Gewohnheit

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                Wohnungsrückgabe durch Schlüsseleinwurf – ist das rechtens?

                  Urteil des Bundesgerichtshofs vom 29.1.2025 – XII ZR 96/23   Es ist eine der alltäglichen Situationen im Leben eines Vermieters: Ein Mietverhältnis ist beendet und es stellt sich die Frage der Wohnungsrückgabe. Nach den Vorstellungen der meisten Vermieter soll das in einem gemeinsamen Ortstermin in Anwesenheit beider Parteien geschehen. Dort soll alles protokollarisch festgehalten werden,

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                  Den Vermieter mit Wasser übergossen – fristlose Kündigung gerechtfertigt?

                    AG Hanau, Beschluss v. 19.02.24, Az. 34 C 92/23   Einen nicht alltäglichen Fall einer Auseinandersetzung zwischen Vermieter und Mieter hatte das Amtsgericht Hanau zu entscheiden. Ausgangspunkt war ein Streit zwischen einem Vermieter und dessen Mieterin über den Standort des Fahrrads der Mieterin im Hof. Wiederholt stellte der Vermieter das Fahrrad der Mieterin um, weil

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                    Streit um das Treppenhaus – Was darf dort abgestellt werden?

                      Urteil des Amtsgericht Berlin-Neukölln vom 1.6.2023; AZ – 10 C 121/22   Fahrräder, Kinderwagen, Rollatoren, E-Scooter, Möbel, Schuhe oder Blumentöpfe – die Frage, welche Gegenstände im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses abgestellt werden dürfen, sorgt nicht nur für Spannungen mit dem Vermieter, sondern auch für Unstimmigkeit zwischen den Bewohnern. Deshalb ist es wichtig und geboten festzulegen, was

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